6G kommt: Was jetzt auf uns zukommt – Risiken & Schungit

6G und Gesundheit: Was Risiken, Fakten und Schungit wirklich miteinander zu tun haben

Von Andreas Krobath, Heilpraktiker und Schungit-Experte

Während 5G in vielen Ländern noch ausgebaut wird, laufen international bereits die Vorarbeiten für die nächste Mobilfunkgeneration: 6G. Die Internationale Fernmeldeunion (ITU) hat mit IMT-2030 den technischen Rahmen dafür definiert, erste kommerzielle Netze werden ab etwa 2030 erwartet.

6G soll dabei mehr sein als „schnelleres 5G“. Neben extrem geringer Latenz und engerer KI-Anbindung kommt eine Fähigkeit stärker in den Mittelpunkt, die bisher eher aus spezialisierten Sensor- und Radarsystemen bekannt ist: Integrated Sensing and Communication (ISAC). Das Netz soll nicht mehr nur Daten übertragen, sondern gleichzeitig Informationen über seine Umgebung gewinnen.

Für viele stellt sich damit nicht nur eine technische, sondern eine ganz persönliche Frage: Was bedeutet diese neue Strahlenexposition für die eigene Gesundheit – und lässt sich ihr überhaupt entgehen?

Was Betroffene heute schon berichten

Seit dem Ausbau verschiedener Mobilfunkgenerationen berichten Menschen über Beschwerden, die sie zeitlich oder räumlich mit Funkquellen wie Sendemasten, Mobiltelefonen oder WLAN in Verbindung bringen. Genannt werden unter anderem Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Erschöpfung, Konzentrationsprobleme bis hin zu „Brain Fog“, Schwindel und innere Unruhe, aber auch Tinnitus sowie Herz-Kreislauf-, Haut-, Muskel- und Gelenkbeschwerden. Solche Erfahrungsberichte werden unter anderem von Informations- und Betroffenenorganisationen dokumentiert.

Eine anerkannte Diagnose „Elektrosensibilität” gibt es medizinisch trotzdem nicht. In verblindeten Provokationsstudien konnten Betroffene reale Exposition nicht zuverlässig von Scheinexposition unterscheiden –

Eine anerkannte Diagnose „Elektrosensibilität“ gibt es medizinisch trotzdem nicht. In verblindeten Provokationsstudien konnten Betroffene eine tatsächliche Exposition häufig nicht zuverlässig von einer Scheinexposition unterscheiden. Behörden wie die britische Regierung und die australische ARPANSA sehen darin unter anderem Hinweise darauf, dass Erwartungen, Stress, der Nocebo-Effekt oder andere Faktoren an den Beschwerden beteiligt sein können. Ein eindeutiger ursächlicher Zusammenhang mit einer EMF-Exposition unterhalb der geltenden Grenzwerte konnte bislang nicht nachgewiesen werden.

Die Symptome sind damit real, die Ursache wissenschaftlich aber offen. Genau dieses Spannungsfeld nehme ich in diesem Artikel als Ausgangspunkt, um 6G einzuordnen – und am Ende auch mögliche Ansätze zur Abschirmung, unter anderem mit Schungit, zu beleuchten.

6g - schungit, andreas krobath 2026

Das Prinzip von 6G: Kommunikation trifft Sensorik

Die ITU hat für IMT-2030 sechs Nutzungsszenarien definiert: immersive Kommunikation, extrem zuverlässige Kommunikation mit geringer Latenz, massive Gerätekommunikation, allgegenwärtige Konnektivität, die Verbindung von KI und Kommunikation – und ISAC.

ISAC verbindet Datenübertragung mit Umwelterfassung. Ein Funksignal wird von Personen oder Gegenständen reflektiert, gestreut oder abgeschwächt; aus diesen Veränderungen lassen sich mit Antennensystemen und KI Informationen über Position und Bewegung ableiten – ähnlich wie bei Radar. Neu ist nicht das Prinzip, sondern dass es mit 6G fester Bestandteil der Netzarchitektur werden soll.

Wichtig zur Einordnung: Ein 6G-Netz erzeugt dadurch keine scharfen „Bilder durch Wände” – diese Formulierung ist eine starke Vereinfachung. Wie viel ein Netz tatsächlich erkennt, hängt von Frequenz, Material und technischem Aufbau ab.

Was 6G ermöglichen könnte

  • Autonome Fahrzeuge und intelligente Verkehrssysteme
  • Telemedizin und Fernüberwachung
  • Präzisere Navigation, industrielle Automatisierung, Robotik
  • Katastrophenschutz und Rettungssysteme ohne klassische Kamera
  • Bessere Vernetzung abgelegener Regionen

Das Potenzial ist erheblich. Gleichzeitig wirft gerade ISAC eine neue Frage auf: Wer darf erfassen, wann sich jemand in einem Raum bewegt – und wie wird das verhindert, wenn es niemand will?

3G, 4G, 5G, 6G – der Unterschied in einem Satz

Generation Schwerpunkt
3G Mobiles Internet wird alltagstauglich
4G Streaming und Cloud-Dienste werden Standard
5G Industrie 4.0, IoT, geringe Latenz
6G Kommunikation verschmilzt mit KI und Sensorik (ISAC)

Bei 3G bis 5G stand vor allem eine Frage im Vordergrund: Wie kommen Daten schnell und zuverlässig von A nach B? Bei 6G kommt eine zweite hinzu: Was erfährt das Netz nebenbei über seine Umgebung?

Was Forschung und WHO zu gesundheitlichen Risiken sagen

6G ist noch nicht flächendeckend im Einsatz – jahrzehntelange Erfahrungswerte fehlen deshalb naturgemäß. Was existiert, ist umfangreiche Forschung zu hochfrequenten elektromagnetischen Feldern generell. Die WHO weist selbst darauf hin, dass sich die Expositions-Charakteristik mit neuen Technologien verändert und beobachtet wird.

Die IARC-Einstufung von 2011

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), eine Einrichtung der WHO, stufte hochfrequente elektromagnetische Felder (RF-EMF), einschließlich der Exposition durch drahtlose Mobilfunktechnologien, 2011 als Gruppe 2B – „möglicherweise krebserregend für den Menschen“ ein. Grundlage waren begrenzte epidemiologische Hinweise auf Gliome und Akustikusneurinome, die für einen eindeutigen ursächlichen Zusammenhang nicht ausreichten.

Gruppe 2B heißt weder „bewiesen krebserregend” noch „ausgeschlossen”. Genau dazwischen bewegt sich die ehrliche Antwort.

Das WHO-EMF-Projekt seit 2019

Die WHO hat zehn systematische Reviews zu Krebs, Fortpflanzung, Kognition und weiteren Effekten in Auftrag gegeben. Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit fasst zusammen: Die Evidenzsicherheit ist bei den meisten untersuchten Effekten moderat bis niedrig, bei Tierstudien zur Kanzerogenität höher – ohne dass sich das automatisch auf den Menschen übertragen lässt. Forschungsbedarf besteht laut BAG weiterhin.5

Für verschiedene Frequenzbereiche gelten unterschiedliche Grenzwerte – die ICNIRP deckt mit ihren Richtlinien 100 kHz bis 300 GHz ab, also auch die für 6G diskutierten Bänder.6 Meine Schlussfolgerung daraus: Eine neue Mobilfunkgeneration gehört parallel zu ihrer Einführung erforscht, nicht erst danach.

Schungit: Was eine Studie wirklich zeigt – und was nicht

Hier trenne ich bewusst zwei Ebenen: die physikalische Materialeigenschaft und das gesundheitliche Schutzversprechen. Zu sagen „Schungit schützt vor 5G oder 6G” wäre wissenschaftlich nicht haltbar – ein solcher Nachweis existiert nicht.

Was existiert, ist eine 2021 in Current Applied Physics veröffentlichte Studie von Antonets, Golubev, Shcheglov und Sun zur elektromagnetischen Abschirmwirkung dünner, natürlicher Schungitplatten im Frequenzbereich von 26 bis 38 GHz – einem für künftige Millimeterwellen-Anwendungen relevanten Bereich.7

Die nur 10 bis 20 Mikrometer dicken Proben erreichten je nach Kohlenstoffgehalt (41 bis 97 Atomprozent) eine Abschirmwirkung von rund 30 bis 60 dB. Die Autoren führen das auf die leitfähige Kohlenstoffmatrix und mineralische Einschlüsse zurück.

Was das belegt: Bestimmte Schungitmaterialien reflektieren und absorbieren im Labor messbar Mikrowellen in diesem Frequenzbereich.
Was das nicht belegt: dass ein Schungitstein am Körper gesundheitlich schützt, dass sich Laborergebnisse einer 20-Mikrometer-Platte auf Schmuck oder Pyramiden übertragen lassen, oder dass Schungit vor 6G schützt, dessen finale Frequenzbänder heute noch gar nicht feststehen.

Viele Nutzer berichten dennoch von einer spürbar besseren Lebensqualität, wenn sie Schungit als Würfel, Kugel, Platte oder Anhänger tragen. Das sind persönliche Erfahrungswerte, kein wissenschaftlicher Wirksamkeitsnachweis – aber ein Grund, warum ich die Materialforschung an Schungit für einen lohnenden nächsten Schritt halte, statt sie abzutun.

Fazit

6G ist keine bloße Beschleunigung von 5G, sondern verschiebt mit ISAC die Rolle des Mobilfunknetzes: vom reinen Übertragungsweg zu einem System, das seine Umgebung mitliest. Die IARC-Einstufung von 2011 und die laufenden WHO-Bewertungen sind kein Grund zur Panik, aber ein guter Grund, Forschung und Ausbau parallel laufen zu lassen – bei der Strahlenexposition genauso wie beim Datenschutz.

Mir persönlich liegt dabei besonders eine Gruppe am Herzen: Menschen, die schon heute empfindlich auf elektromagnetische Felder reagieren oder sich einfach unwohl fühlen, wenn sie an die zunehmende Funkdichte in ihrem Alltag denken. Ich erlebe immer wieder, wie unterschiedlich Menschen ihre Umgebung wahrnehmen – manche spüren kaum etwas, andere sehr deutlich. Für diese Menschen wird die Frage nach 6G nicht abstrakter, sondern konkreter. Wenn Funknetze künftig durch ISAC zusätzlich zur Datenübertragung Informationen über Bewegungen und Vorgänge in ihrer Umgebung gewinnen können, entsteht neben der Frage nach der gesundheitlichen Wirkung eine weitere: Wie lässt sich verhindern, dass Menschen erfasst werden, wenn sie das nicht möchten? Und, wenn Funksignale durch ISAC künftig auch durch Wände und Hausfassaden hindurch Bewegungen erfassen können, lässt sich Exposition nicht mehr so einfach durch Abstand oder ein anderes Zimmer reduzieren wie bisher. Die Frage nach Schutz sollte deshalb nicht nur auf die physikalische Exposition beschränkt werden, sondern auch Datenschutz und Privatsphäre einschließen.

Und Schungit? Kein bewiesener „6G-Schutzstein”, aber ein Material mit im Labor nachgewiesenen elektromagnetischen Schutz-Eigenschaften, die weitere seriöse Forschung verdienen – nicht als fertige Antwort, sondern als offene, überprüfbare Frage. In der Praxis erlebe ich, dass Schungit für manche Menschen eine spürbare Unterstützung im Alltag sein kann – wie stark, ist von Mensch zu Mensch verschieden, und das würde ich auch niemandem versprechen wollen. Genau deshalb sehe ich meine Aufgabe nicht darin, ein Heilsversprechen abzugeben, sondern ehrlich einzuordnen: was die Wissenschaft zeigt, was offen bleibt – und was jede und jeder für sich selbst herausfinden muss. Mehr zur Wirkung von Schungit – siehe Link!

Quellen

  1. PMC: Studie zu berichteten Symptomen im Zusammenhang mit Funkexposition
  2. ESC-Info: Electromagnetic Hypersensitivity (Betroffenenperspektive)
  3. UK Government: Electromagnetic Hypersensitivity
  4. ARPANSA: EHS-Bewertung
  5. Bundesamt für Gesundheit (Schweiz): Elektromagnetische Felder
  6. ICNIRP: Guidelines 100 kHz – 300 GHz
  7. Antonets, I. V. et al. (2021): „Electromagnetic shielding effectiveness of lightweight and flexible ultrathin shungite plates”, Current Applied Physics 29, 97–106. DOI: 10.1016/j.cap.2021.06.008
  8. IARC/WHO: Radiofrequency Electromagnetic Fields, Gruppe 2B, 2011
  9. ITU: IMT-2030 – Anforderungen und Szenarien für 6G
  10. Schungit Studien auf schungit.eu

Hinweis: Dieser Beitrag beschreibt den aktuellen Forschungsstand und ersetzt keine medizinische Beratung. Aussagen zu möglichen gesundheitlichen Wirkungen elektromagnetischer Felder werden bewusst von den physikalischen Materialeigenschaften des Schungits getrennt. Hinweis des Autors: Relevante wissenschaftliche Informationen und Einordnungen finden Sie auf meiner zentralen Übersichtsseite: Schungit Lexikon – zentrale Informationen .

Autor: Andreas Krobath
Schungit Experte (Erfahrung seit 2003), Fachautor, Buchautor und Betreiber von Edelschungit.eu (Erfahrung und Zertifizierungen bei CPD, CMA, IPHM).
Weitere Informationen finden Sie auf der Über mich – About me Seite.
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